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Sterben in Würde – Hospiz- und Palliativversorgung

Fakt ist, die Menschen werden immer älter. Fakt ist auch, dass schwere Erkrankungen Schmerzen verursachen. Ziel einer guten Versorgung durch Hospize und Palliativstationen muss es daher sein, eine würdevolle Begleitung bis zum Lebensende und ein möglichst schmerzfreies Sterben zu ermöglichen.

Insgesamt befinden wir uns in Bremen und Bremerhaven auf einem guten Weg. In den vergangenen Jahren sind stationäre und ambulante Hospiz- und Palliativangebote ausgebaut und erweitert worden. Beim stationären Angebot sind etwa das neue Lilge-Simon-Stift in Bremen-Nord oder die Erhöhung der Bettenzahl im Klinikum Links der Weser zu nennen.

Darüber hinaus ist nach Auskunft des Senats die Zahl ambulanter Versorgungsplätze in Bremerhaven derzeit ausreichend. In Bremen soll das Angebot noch in diesem Jahr für die gleichzeitigige Versorgung von bis zu 28 Patientinnen und Patienten ausgebaut werden. Hier können auch durch eine verbesserte Abstimmung aller an der Versorgung beteiligter Akteure noch weitere Verbesserungen erzielt werden.

Zur Verbesserung der Lage hat auch das neue Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) beigetragen. Dadurch gehört die Palliativversorgung jetzt ausdrücklich zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Das ist ein echter Fortschritt.

Fest steht aber auch, dass mehr Plätze benötigt würden. Perspektivisch müssen wir dahin kommen, dass wir in allen Krankenhäusern und auf allen Stationen die Möglichkeit für eine würdevolle Sterbebegleitung schaffen. Dafür ist jedoch auch ausreichend geeignetes Personal erforderlich. Daher sollte die Palliativmedizin schon heute mehr Raum in der Ausbildung von Pflegekräften und Medizinern einnehmen.

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Medizinische Versorgung Geflüchteter – geplante Finanzierung ist unsozial und ungerecht

Noch im September soll die Gesetzesnovelle das Parlament passieren: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will im nächsten Jahr zusätzliche 1,5 Milliarden Euro aus der Reserve des Gesundheitsfonds entnehmen und an die Krankenkassen überweisen. Der größte Teil des Geldes – rund 1 Milliarde Euro – soll zur Deckung der medizinischen Versorgungskosten Geflüchteter dienen.

Es ist für mich eine selbstverständliche, humanitäre Pflicht, dass wir die medizinische Versorgung der bei uns Schutz suchenden Menschen sicherstellen. Dazu den Gesundheitsfonds – und damit die Rücklagen der Krankenversicherten zu plündern, ist allerdings der grundfalsche Weg. Es muss eine gerechte Verteilung der Kosten erfolgen.

Die Pressemitteilung meines Kollegen Arno Gottschalk und mir zu diesem Thema finden Sie hier.

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Psychiatrie in Bremen entwickelt sich weiter

Am 18. August fand in der Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz eine fundierte Diskussion zur Weiterentwicklung der Psychiatrie in Bremen und Bremerhaven statt. Die Gesundheitsbehörde legte den dritten Bericht vor, zu dem Angehöre, Psychiatrieerfahrene, Geschäftsführer psychiatrischer Einrichtungen und viele andere Akteure Stellung nahmen.

Für die Weiterentwicklung der Psychiatrie stehen für dieses und das kommende Jahr jeweils rund 1,2 Millionen Euro bereit. Mit dem Geld werden innovative Projekte mit Modellcharakter gefördert. Sie sollen der Umsetzung des Bürgerschaftsbeschlusses zur Weiterentwicklung der Psychiatriereform in Bremen 2013 -2021 und des Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dienen.

Wichtig ist mir: Die bereitgestellten Mittel sollen die Umsetzung einer personenzentrierten regionalen psychiatrischen Versorgung in Bremen fördern. Es ist unerlässlich, dass wir vom Menschen her denken und nicht von Institutionen. Menschen mit psychischen Krankheiten und Krisen sollen wohnortnah versorgt werden und ein Angebot bekommen, dass auf ihren individuellen Bedarf zugeschnitten ist.

Es ist noch nicht alles gut, aber viele wichtige Schritte wurden getan und ich sehe bei den Akteuren auch den Willen, den Beschluss des Parlaments umzusetzen.

 

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Verbraucherzentrale bietet Beratung zu Immobilienfinanzierungen, Altersvorsorge und vielem mehr

Zwei Stunden Hospitation in der Verbraucherzentrale‬ Bremen waren für mich als verbraucherschutzpolitische Sprecherin mehr als spannend. Ich habe Einblicke in die Beratung bekommen, zum Beispiel zu Bausparverträgen und anderen Arten der Immobilienfinanzierung‬. Denn die Verbraucherzentrale ist für mehr Themen Expertin als für gesunde Ernährung und effiziente Energie in den eigenen vier Wänden. Für alle, die Mitglied der Arbeitnehmerkammer Bremen sind, kosten Beratungen nur die Hälfte. Vor Vertragsabschluss hinzugehen, das kann bares Geld‬ sparen. Alle Bremerinnen und Bremer profitieren – auch Menschen mit kleinem Geldbeutel. Unter der neuen Leitung Annabel Oelmann gibt es neue Ideen, zum Beispiel eine mobile Beratung in den Stadtteilen. Für mich war es deshalb auch in den Haushaltsberatungen wichtig, die Verbraucherzentrale mit Zuschüssen des Landes abzusichern.

gemeinsam mit Herbert Tormann, Andreas Kottisch und Heike Sprehe im Geschäft in der Friedrich-Humbert-Straße in Bremen-Nord
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Vor Ort bei Fleischerei Dohrmann’s in Bremen-Nord

Als Sprecherin für Verbraucherschutz war ich zu Beginn der Sommerferien mit den SPD-Abgeordneten Heike Sprehe und Andreas Kottisch in Bremen-Nord bei der Fleischerei Dohrmann’s. Der Betrieb ist in Bremen mit rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an insgesamt fünf Standorten in Bremen vertreten. Die angebotenen Produkte werden jeden Morgen frisch und selbst handwerklich hergestellt. Wir haben uns die Produktion angeschaut und mit dem Inhaber gesprochen. Themen waren unter anderem die Dokumentationspflichten bei der Hygiene und der Mindestlohn sowie der bestehende Fachkräftemangel. Vor Ort zu hören, wo Probleme liegen und es Handlungsbedarf gibt, ist für meine politische Arbeit wichtig.

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Haushalt setzt wichtige Schwerpunkte auch bei Gesundheit und Verbraucherschutz

Am 15. Juni habe ich in der Haushaltsdebatte‬ in der Bremischen Bürgerschaft deutlich gemacht, dass wir im Bereich Gesundheit‬ und Verbraucherschutz‬ die richtigen Akzente setzen. Besonders gut finde ich die konstante Ausstattung von Frauengesundheit‬ in Teneverdem Gesundheitstreffpunkt‬ West, dem notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen und dem Rat & Tat Zentrum für Schwule und Lesben. Ein guter Schritt ist auch die Bereitstellung von 1,2 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der Psychiatrie‬ im Land Bremen und die Förderung der Selbsthilfe.

Der Verbraucherschutz wird in der Behörde noch besser als bisher aufgestellt und die Verbraucherzentrale Bremen wird weiter mit Landesmitteln ausgestattet.

Prävention #Gesundheit
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Umsetzung des Präventionsgesetzes – Gesundheit in Quartieren stärken, Akteure vor Ort mit einbeziehen

Endlich ist er fertig und hat seinen Weg ins Parlament gefunden: Mein Antrag “Umsetzung des Präventionsgesetzes in Bremen – Gesundheit in Quartieren stärken, Akteure vor Ort mit einbeziehen”. In Bremen und Bremerhaven sollen mit Gesundheitsförderung und Vorsorge vor allem Menschen erreicht werden, die zugewandert sind, ein geringes Einkommen haben, arbeitslos, alleinerziehend, alt oder behindert sind oder bislang kaum Vorsorgeangebote in Anspruch nehmen. Die Krankenkassen nehmen dafür Geld in die Hand – ich möchte, dass in den Quartieren über die Verteilung des Geldes beraten wird. Beiräte, Stadtverordnetenversammlung, Sportvereine und andere vor Ort wissen am besten, wo  Bürgerinnen und Bürger erreicht werden können. Deshalb soll es Gesundheitskonferenzen gemeinsam mit den Krankenkassen geben. Für mich ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass mit den zusätzlichen Angeboten denen geholfen wird, die sich momentan nur sehr wenig um ihre Gesundheit kümmern können. Davon profitieren am Ende alle.

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Die Bremer Psychiatrie bewegt sich

Ende April kamen im Schifffahrtsmuseum Bremerhaven rund 90 Fachleute zusammen, um über die Weiterentwicklung der Psychiatrie zu sprechen. Mittlerweile ist die zweithäufigste Ursache für Fehltage in der Arbeitswelt eine psychische Erkrankung. Wichtig ist, dass psychisch erkrankte Menschen soweit wie möglich ambulant behandelt werden können und nicht unbedingt in eine Klinik müssen. In Bremerhaven gibt es deshalb ein Modellprojekt “Mobile Psychiatrie”. Besonders beeindruckt haben mich die Schilderungen einer Psychiatrieerfahrenen, die heute als Genesungsbegleiterin arbeitet. Sie gibt erkrankten Menschen Kraft und kann Patientinnen und Patienten durch ihre eigenen Erfahrungen weiterhelfen. Eine gelungene Veranstaltung, zu der Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt eingeladen hatte. Der nächste Termin ist für August vorgesehen.

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Gesundheitsförderung in Quartieren – Präventionsgesetz in Bremen mit Leben füllen

Das Präventionsgesetz hat das Ziel, die Gesundheitsförderung zu stärken in der direkten Lebenswelt der Menschen. Wie es mit der Umsetzung in Bremen aussieht, wollte ich im April in der Fragestunde der Bürgerschaft wissen. Gerade habe eine erste Konferenz stattgefunden, um konkrete Schritte für den Abschluss einer so genannten Landesrahmenvereinbarung zu unternehmen, erklärte Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt für den Senat. Eingeladen hätten die Sozialversicherungsträger, die auch die Kosten trügen. Im Fokus der geplanten Angebote stünden die Verminderung sozialbedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen. Belastbare Ergebnisse aus den Gesprächen gebe es allerdings noch nicht zu berichten, sagte Eva Quante-Brandt auf meine Nachfrage – betonte aber, dass die bisherigen Gespräche sehr konstruktiv verlaufen seien. Für mich ist wichtig, dass durch die Gelder der Versicherten vor allem Menschen in Quartieren Angebote der Gesundheitsvorsorge bekommen, die besondere Herausforderungen zu meistern haben. Also zum Beispiel Alleinerziehende. Das bedeutet auch, bestehende Angebote in den Stadtteilen zu stärken, wie Frauengesundheit in Tenever oder der Gesundheitstreffpunkt West, die eine tolle Arbeit machen.