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Sterben in Würde – Hospiz- und Palliativversorgung

Fakt ist, die Menschen werden immer älter. Fakt ist auch, dass schwere Erkrankungen Schmerzen verursachen. Ziel einer guten Versorgung durch Hospize und Palliativstationen muss es daher sein, eine würdevolle Begleitung bis zum Lebensende und ein möglichst schmerzfreies Sterben zu ermöglichen.

Insgesamt befinden wir uns in Bremen und Bremerhaven auf einem guten Weg. In den vergangenen Jahren sind stationäre und ambulante Hospiz- und Palliativangebote ausgebaut und erweitert worden. Beim stationären Angebot sind etwa das neue Lilge-Simon-Stift in Bremen-Nord oder die Erhöhung der Bettenzahl im Klinikum Links der Weser zu nennen.

Darüber hinaus ist nach Auskunft des Senats die Zahl ambulanter Versorgungsplätze in Bremerhaven derzeit ausreichend. In Bremen soll das Angebot noch in diesem Jahr für die gleichzeitigige Versorgung von bis zu 28 Patientinnen und Patienten ausgebaut werden. Hier können auch durch eine verbesserte Abstimmung aller an der Versorgung beteiligter Akteure noch weitere Verbesserungen erzielt werden.

Zur Verbesserung der Lage hat auch das neue Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) beigetragen. Dadurch gehört die Palliativversorgung jetzt ausdrücklich zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung. Das ist ein echter Fortschritt.

Fest steht aber auch, dass mehr Plätze benötigt würden. Perspektivisch müssen wir dahin kommen, dass wir in allen Krankenhäusern und auf allen Stationen die Möglichkeit für eine würdevolle Sterbebegleitung schaffen. Dafür ist jedoch auch ausreichend geeignetes Personal erforderlich. Daher sollte die Palliativmedizin schon heute mehr Raum in der Ausbildung von Pflegekräften und Medizinern einnehmen.