Artikel

Antrag zum Präventionsgesetz beschlossen – mehr Gesundheitsvorsorge in Bremen und Bremerhaven

Das Präventionsgesetz, das auf Bundesebene 2016 in Kraft getreten ist, soll in bestimmten Bereichen, den sogenannten Lebenswelten, Vorsorge und Gesundheitsförderung gezielt stärken. Finanziert wird das von den gesetzlichen Krankenversicherungen. Die Bürgerschaft hat nun einen Antrag beschlossen, der Schwerpunkte für die Umsetzung in Bremen benennt. Es ist ein großer Erfolg, dass das Gesetz nach langem Vorlauf mittlerweile in Kraft getreten ist – weil es sich insbesondere an Gruppen richtet, die bislang nur eine geringe Präventionsorientierung haben. Nun muss es schnell zu einer Rahmenvereinbarung auf Landesebene kommen, die das weitere Vorgehen regelt.

Wichtig sind dabei mehrere Punkte. So muss einerseits ein Ziel sein, die bestehenden Strukturen finanziell zu stärken. Es ist aber auch wichtig, dass die Projekte und Aktivitäten nicht isoliert nebeneinander stehen, sondern sinnvoll aufeinander abgestimmt sind – und auch die Krankenkassen gemeinsam und nicht in Konkurrenz zueinander agieren.

Wenn dies gelingt, können wir durch das Präventionsgesetz viel erreichen. Wir können damit nicht die Armut abschaffen, oder Rauchen, Trinken oder ungesunde Ernährung aus Bremen verbannen. Aber wir können einen Beitrag zu einem gesünderen Leben leisten.

Artikel

Die Bremer Psychiatrie bewegt sich

Ende April kamen im Schifffahrtsmuseum Bremerhaven rund 90 Fachleute zusammen, um über die Weiterentwicklung der Psychiatrie zu sprechen. Mittlerweile ist die zweithäufigste Ursache für Fehltage in der Arbeitswelt eine psychische Erkrankung. Wichtig ist, dass psychisch erkrankte Menschen soweit wie möglich ambulant behandelt werden können und nicht unbedingt in eine Klinik müssen. In Bremerhaven gibt es deshalb ein Modellprojekt “Mobile Psychiatrie”. Besonders beeindruckt haben mich die Schilderungen einer Psychiatrieerfahrenen, die heute als Genesungsbegleiterin arbeitet. Sie gibt erkrankten Menschen Kraft und kann Patientinnen und Patienten durch ihre eigenen Erfahrungen weiterhelfen. Eine gelungene Veranstaltung, zu der Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt eingeladen hatte. Der nächste Termin ist für August vorgesehen.