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Cannabis: Wir brauchen eine rationale Drogenpolitik

Nach der ersten bundesweiten Cannabis-Konferenz im November 2017 dürfen wir nicht locker lassen. Jetzt erst recht! Wir brauchen eine rationale Drogenpolitik, die auch beinhaltet: Wer nicht bekifft am Straßenverkehr teilnimmt, soll seinen Führerschein behalten dürfen. Konsumentinnen und Konsumenten dürfen nicht weiter kriminalisiert werden. Danke an den Deutschen Hanfverband (DHV) für die sachliche und gute Aufarbeitung des Themas „Klarer Kopf. Klare Regeln!“.

Statt der Strafverfolgung von Konsumentinnen und Konsumenten brauchen wir Aufklärung und gute Präventionsangebote. Auch Menschen, die Cannabis auf Rezept bekommen, würden davon profitieren, wenn der Zugang dazu für alle möglich wäre. Weniger Aufwand für sie, geringere Kosten für die Allgemeinheit. Apotheken-Cannabis ist bislang unverhältnismäßig teuer.

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Spielräume nutzen für neue Wege in der Cannabispolitik

Wichtig ist mir bei der Debatte um die Liberalisierung des Cannabis-Konsums vor allem, dass wir gute Prävention machen. Auch der Jugendschutz ist wichtig – den gibt es derzeit überhaupt nicht, weil jedes Gramm Cannabis momentan auf dem Schwarzmarkt gekauft wird. Deshalb müssen wir neue Wege in der Drogenpolitik gehen. Den Antrag der Grünen und der SPD „Spielräume nutzen für neue Wege in der Cannabispolitik“ werden wir im April in der Bürgerschaft zur Diskussion stellen.

Dass Cannabis keine Einstiegsdroge ist, wurde auch auf unserer Expertenanhörung in der Gesundheitsdeputation deutlich. Klar ist aber auch: Auf dem Schwarzmarkt verkauft der „Dealer des Vertrauens“ vielleicht auch noch andere Drogen und so ist es einfach, auch mal was anderes auszuprobieren. Bei einer kontrollierten Abgabe wäre das nicht so. Dort würde man außerdem über die Risiken des Cannabiskonsums aufgeklärt werden. Ich will nicht, dass dutzende von Bremer Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz kiffende Menschen strafverfolgen. Sie sollen sich auf Dealer konzentrieren können. Außerdem braucht es eine gute Prävention und Aufklärung gerade von jungen Menschen – und deren Eltern. Junge Menschen müssen stark und selbstbewusst sein, so dass keine Drogen nötig sind. Und wenn sie doch Drogen nehmen, muss es gute Hilfsangebote geben, wenn der Konsum kritisch wird. Verantwortungsvoller Cannabiskonsum ist möglich – genau wie bei Alkohol und Zigaretten.