Artikel

Welt-AIDS-Tag: Betroffene brauchen unserer Solidarität

Allein in Bremen ist von 50 Neuinfektionen pro Jahr auszugehen. Nicht nur diese Zahl zeigt: HIV und AIDS müssen nach wie vor ernst genommen werden. Auch wenn sich die Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren verbessert haben und die Lebensqualität vieler Betroffener dadurch deutlich gesteigert werden konnte: Die Immunschwächekrankheit darf nicht unterschätzt werden. HIV und AIDS haben durch die heutigen Behandlungsmöglichkeiten etwas von ihrem Schrecken verloren, das ist gut so – darf aber nicht zur Verharmlosung beitragen: Das Immunschwächesyndrom ist nach wie vor nicht heilbar – eine HIV-Infektion ist unumkehrbar. Auch deshalb bleibt die Arbeit der Beratungs- und Aufklärungseinrichtungen unverzichtbar.

Neben der Prävention und der medizinischen Versorgung der Betroffenen bleibt zudem vor allem eines wichtig: Bei uns in Bremen leben insgesamt rund 1.200 Menschen mit HIV und AIDS – was sie in erster Linie brauchen, ist unsere Solidarität und Unterstützung. Wir müssen uns alle gemeinsam gegen jede Form der Diskriminierung der Betroffenen stellen – und wir müssen weiter aufklären. Denn obwohl die meisten Menschen mittlerweile wissen, dass HIV eben nicht wie eine Erkältung übertragen wird und dass sie im Alltag vor einer Infektion mit HIV sicher sind, gibt es nach wie vor häufig Ängste. Aber Angst ist auch in diesem Fall der falsche Ratgeber. Stattdessen ist Mut gefragt. Für die Betroffenen und für uns alle im Umgang mit HIV und AIDS.

Artikel

Kosten für Verhütungsmittel für alle Leistungsempfängerinnen übernehmen

imageWir wollen nicht, dass Frauen ungewollt schwanger werden, weil es vom Geldbeutel abhängt, ob sie sich Verhütungsmittel leisten können oder nicht. Bremen soll künftig bei allen Frauen, die Sozialleistungen beziehen, die Kosten für ärztlich verordnete Verhütungsmittel übernehmen. Das hat die Bürgerschaft am Dienstag beschlossen. Ziel bleibt aber eine bundeseinheitliche Regelung und eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen.

Bislang übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Verhütungsmittel bei Leistungsempfängerinnen, die jünger als 21 Jahre sind. In Bremen werden seit 2013 die Kosten als freiwillige Leistung der Kommune nur für einen eingeschränkten Kreis von Frauen übernommen, die staatliche Unterstützungsleistungen beziehen. Dies soll nun auf alle Frauen ausgeweitet werden, die Sozialleistungen erhalten – sei es Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.